[Amtlicher Beitrag] Frischer Schwung für den Klimaschutz: Azubis entwickeln starke Projekte für ihre Kommunen

Nienburg. Bereits zum dritten Mal in Folge bildet die Klimaschutzagentur Mittelweser Auszubildende aus den Kommunen des Landkreises Nienburg/Weser zu Kommunalen Klimascouts aus. Das Projekt stärkt das Klimabewusstsein junger Mitarbeitender im öffentlichen Dienst und vermittelt ihnen praxisnahes Wissen in den Bereichen Klimaschutz, Projektmanagement und Kommunikation.

Wie in den Vorjahren umfasst das Programm zwei Workshops: Zunächst beschäftigen sich die Teilnehmenden intensiv mit Grundlagen der Klimakrise, kommunalen Klimaschutzstrategien und relevanten Handlungsfeldern. Ergänzt werden diese Inhalte durch Methoden des Projektmanagements sowie praktische Kommunikationswerkzeuge. Ziel ist es, dass die Auszubildenden bis Anfang Mai ein eigenes Klimaschutzprojekt für ihre Kommune entwickeln – und idealerweise direkt in die Umsetzung gehen.

Der diesjährige Präsenzworkshop fand in der DEULA Nienburg statt, die selbst Mitglied der Klimaschutzagentur ist. Besonders erfreulich: Dieses Jahr arbeitet auch eine interkommunale Gruppe gemeinsam an einem Projekt – Auszubildende aus der Samtgemeinde Steimbke und dem Flecken Steyerberg bündeln ihre Ideen und Kompetenzen.

Die Vielfalt der geplanten Projekte zeigt, wie breit Klimaschutz in den Kommunen verankert werden kann. Geplant sind unter anderem der Bau von Bienenhotels, Kooperationen mit Tierheimen, Maßnahmen zur Gesundheitsprävention bei Hitze, Projekte zur klimafreundlichen Ernährung in Grundschulen, Kommunikationskampagnen sowie kreativ angelegte Themenbeete aus recycelten Materialien für Mensen.

„Die Zusammenarbeit mit den Auszubildenden zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie viel Potenzial in dieser Zielgruppe steckt“, betont Melissa Tietje, Projektmanagerin bei der Klimaschutzagentur Mittelweser. „Es ist wichtig, junge Menschen frühzeitig für den kommunalen Klimaschutz zu begeistern und ihnen Raum für eigene Ideen zu geben.“

Nach Abschluss der Projektphase entscheidet eine unabhängige Jury über das Gewinnerprojekt. Die ausgezeichnete Gruppe erhält ein Preisgeld in Höhe von 300 Euro, das wieder in lokale Klimaschutzmaßnahmen investiert werden soll.

 

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